Einem guten Freund aus Jerusalem (Prof. Richard Cohen, Mitbegründer des von uns geförderten Projekts „Town & Gown“, heute „Gute Nachbarschaft“ an der Hebrew University of Jerusalem) verdanken wir den Kontakt zu Prof. Kenneth Mann, einem sehr engagierten israelischen Anwalt und Juraprofessor, der sich in besonderer Weise für die Unterstützung hilfebedürftiger Menschen in der Westbank einsetzt. Prof. Kenneth Mann ist einer der Direktoren der gemeinnützigen Organisation  „Legal Aid for Palestinians (LEAP)“ www.legalaidforpalestinians.com. Diese Organisation unterstützt in der Westbank lebende Palästinenser durch ehrenamtliche Rechtshilfe bei den israelischen Behörden insbesondere im Zusammenhang mit den erforderlichen behördlichen Erlaubnissen zum Passieren von Grenzübergängen zwischen den palästinensischen Gebieten nach Israel, um dort einer Arbeit nachzugehen und den Lebensunterhalt für ihre Familien zu verdienen. Mit einer erstaunlich hohen Erfolgsquote setzen sich die für LEAP tätigen Anwälte bei den zuständigen israelischen Behörden und wenn notwendig, auch bei Gericht dafür ein, dass verweigerte oder entzogene Passierscheine erteilt oder wieder erteilt werden. Die Möglichkeit die Grenzübergänge tagtäglich überqueren zu können, ist für viele Palästinenser überlebensnotwendig. Diese rechtliche Unterstützung wird zunehmend nachgefragt. Die für LEAP tätigen Anwälte sind völlig überlastet und brauchen dringend Verstärkung. Diese kann aber nur von jungen arabischen Juristen mit einem Studienabschluss in israelischem Recht kommen, die dafür noch ein Jahr praktische Ausbildung benötigen. Prof. Kenneth Mann hat bei uns angefragt, ob wir die Kosten für die Ausbildung solcher jungen Juristen übernehmen könnten. Leider übersteigt das gegenwärtig unsere finanziellen Möglichkeiten.  Gerade die jüngst wieder aufflackernde Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis macht sehr deutlich, wie wichtig eine friedliche Koexistenz zwischen den in der Region lebenden Menschen ist. Eine solche erfordert als Minimum eine Perspektive der in der Westbank lebenden Palästinenser, den Lebensunterhalt ihrer Familien durch Arbeit und Einkommen bezahlen zu können. In Israel hingegen wird die Arbeitsleistung von in der Westbank lebenden Palästinensern, vor allem aber nicht nur in handwerklichen Berufen, dringend benötigt. Der illegale Grenzübergang hingegen, durch „Löcher im Zaun“, ist nicht geeignet, ein friedliches Zusammenleben zwischen aufeinander angewiesene Palästinenser und Israelis zu gewährleisten. Zusammen mit Co-Sponsoren, die sich wie wir von dieser Projektidee begeistern lassen, werden wir die Ausbildung des jungen Juristen mitfinanzieren.