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Avishags Traum einer abgeschlossenen Ausbildung in orientalischer Musik ist wahr geworden, die Reise aber noch nicht zu Ende
Avishag, die Tochter einer alleinerziehenden Mutter aus Äthiopien, begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren am Hassadna-Konservatorium in Jerusalem. Dort konnte sie ihr immenses Talent schon sehr früh in zahlreichen Konzertauftritten unter Beweis stellen. Im Juli 2018 gewann sie den ersten Preis in der Kategorie Streichorchester beim internationalen Musikfestival „Summa Cum Laude“ in Wien. Anschließend schloss sie ihr Studium am Hassadna-Konservatorium im Fach Viola mit großem Erfolg ab. Nach zwei Jahren zivilem Freiwilligendienst und ihrer Hochzeit zog sie nach Tsfat (Safed) im Norden Israels, wo sie mit ihrem Mann in einer kleinen Wohnung in der Altstadt unter sehr bescheidenen Verhältnissen lebte. Bald wurde ihr klar, dass sie ohne Musik keine ausreichende Lebensfreude finden würde. Seitdem hat sie eine Leidenschaft für orientalische Volksmusik entwickelt, was für eine Bratschistin eine große Herausforderung darstellt. Allerdings benötigte sie genügend Geld, um die Studiengebühren für den dreijährigen Studiengang an der Maqamat Music School of Eastern Music zu bezahlen. Nach langen und vergeblichen Bemühungen gelang es ihr, zumindest einen Teil der erforderlichen Summe als Darlehen aufzubringen. Wir haben ihre Ausbildungskosten übernommen, so dass sie im Jahr 2024 ihre Musikausbildung an der Maqamat Schule erfolgreich abschließen konnte.
Avishag ist mittlerweile Mutter von zwei Kindern. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern nahe der Grenze zum Gazastreifen und verdient den Lebensunterhalt für ihre Familie, indem sie in einem Orchester für orientalische Musik spielt. Im Herbst 2024 war sie unser Gast in Deutschland für eine inspirierende Konzertreihe zusammen mit einem Ensemble der Maqamat-Musikschule für orientalische Musik. Hier finden Sie ein Stück aus diesen Konzerten, das Avishag selbst komponiert hat https://youtu.be/3D3mmuXQJY4. Inzwischen macht Avishag eine Zusatzausbildung zur Musikpädagogin an der Jerusalem Academy for Music and Dance, bei der wir sie finanziell unterstützen
Elisabeth – der Weg zu einer erfolgreichen Pianistin ist ein harter Weg
Elisabeth ist 24 Jahre alt und lebt in Jerusalem. Ihre Eltern stammen aus Äthiopien. Ihr Vater betreibt einen kleinen Laden, in dem er äthiopische Gewürze verkauft. Als Elisabeth noch zur Schule ging, entdeckte sie in der Schulbibliothek ein Klavier. Sie war davon fasziniert. Wann immer sie konnte, ging sie in die Bibliothek und versuchte, sich das Klavierspielen selbst beizubringen. Ihr Lehrer machte das Hassadna-Konservatorium auf das kleine Mädchen aufmerksam, das so offensichtlich von dem Klavier begeistert war. Von da an begann für die angehende Pianistin eine faszinierende Geschichte, die schließlich zu Auftritten bei bemerkenswerten Konzerten und zur Teilnahme an mehreren hochkarätigen Meisterkursen für Elisabeth führte. Nach ihrem Abschluss am Hassadna studierte sie zunächst neben ihrem Wehrdienst Klavier an der Jerusalemer Akademie für Musik und Tanz. Dort erhielt sie Unterricht bei der weltberühmten Pianistin Oxana Yablonskaja und später bei Prof. Yaron Rosenthal. Im Frühjahr 2021 begannen wir, sie finanziell mit einem Stipendium zu unterstützen. Im Sommer 2022 konnten wir Elisabeth dabei helfen, an einer Meisterklasse für Klavier beim Musikfestival Oberstdorf bei Prof. Konrad Elser teilzunehmen. Wir nutzten ihren Besuch in Deutschland als Gelegenheit, ihr erstes Konzert am Sitz unserer Stiftung zu organisieren. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Nach Abschluss ihres Bachelor-Studiums an der Akademie für Musik und Tanz in Jerusalem nahm sie mit unserer Unterstützung vom 31. Juli bis zum 18. August 2023 an den internationalen Tel-Hai-Meisterkursen in Israel sowie 2024 am ISAM-Festival in Ochsenhausen teil. Ein Beispiel ihres Spiels finden Sie unter diesem Link: Bach – Präludium und Fuge Nr. 4 in cis-Moll, Band 1. Im Sommer dieses Jahres bestand Elisabeth die Aufnahme an der Mendelssohn Bartholdy Musikhochschule in Leipzig. Sie “bastelt” augenblicklich gemeinsam mit uns an allen organisatorischen und finanziellen Notwendigkeiten, um ihr Masterstudium in Leipzig im Herbst 2026 aufnehmen zu können.
Naor – es begann mit einer A-Klarinette
Naor begann als 10-jähriger Junge am Hassadna-Musikkonservatorium in Jerusalem im Rahmen des Programms für Kinder äthiopischer Herkunft Klarinette zu spielen. Von Anfang an zeigte Naor echtes Talent; er war ein sehr musikalischer Junge mit einer großen Liebe und Neugier für Musik. Die Klarinette lag ihm sofort, und seitdem ist sie zu seiner ganz eigenen Welt geworden. Während seiner gesamten Kindheit war Hassadna für Naor wie ein zweites Zuhause. Aufgrund der schwierigen sozialen Lage seiner Familie war Naor schon von klein auf finanziell und oft auch emotional auf sich allein gestellt. Er studierte bei Prof. Ilya Schwartz, einem Dozenten an der Jerusalemer Akademie für Musik und Tanz.
Während seiner Zeit bei Hassadna und auch danach führte sein großes Talent Naor zu vielen bedeutenden und motivierenden musikalischen Erfahrungen. Zusammen mit dem Hassadna-Blasorchester reiste Naor 2016 zum Summa Cum Laude Festival nach Wien, wo sie den ersten Preis gewannen. Naor trat mehrfach bei Hassadnas jährlicher Benefizveranstaltung in London auf und nahm an Festivals und Meisterkursen in Israel, den Vereinigten Staaten und Frankreich teil. Im Jahr 2017 spielte Naor im Nationalen Jugendblasorchester, und von 2018 bis 2019 war er erster Klarinettist in den Kursen des Young Israel Philharmonic Orchestra. Einen Eindruck von seinem Können vermittelt die folgende Aufnahme von Naor zusammen mit seinem Freund Yali Zaken: https://youtu.be/JhXsJ2euXcM.
Im Laufe der Jahre hat Naor mehrere Preise bei Wettbewerben gewonnen. Im Alter von 18 Jahren gewann er den zweiten Preis bei einem vom Musikreferat des Bildungsministeriums organisierten Solowettbewerb und den dritten Preis beim Bläserwettbewerb in Kfar Saba. Im Jahr 2021 gewann er den ersten Preis beim Konzertwettbewerb der Jerusalemer Musikakademie. Da Naor bereits im Alter von 20 Jahren zu den führenden jungen Klarinettisten Israels zählt, benötigte er dringend eine neue A-Klarinette in Profiqualität. Wir haben sie für ihn finanziert. In den Jahren 2023 und 2025 organisierte Naor gemeinsam mit seinem Freund Yali unsere jährlichen Konzerte. Im Oktober 2025 hat er sein Bachelorstudium an der Hanns-Eisler-Musikhochschule in Berlin bei Prof. Dr. Martin Spangenberg aufgenommen, das wir mit einem Stipendium unterstützen. Naor war in den letzten Jahren wiederholt für mehrere Wochen bei uns in Leonberg-Warmbronn zu Gast. Er fast schon ein Teil unserer Familie geworden.
Marianne aus Ost-Jerusalem studiert Germanistik und Musik auf Lehramt in Freiburg.
Marianne ist im christlichen Viertel der Altstadt von Jerusalem zu Hause. Als palästinensisches Mädchen besuchte sie die deutsche Schmidt-Schule vor dem Damaskustor der Altstadt, wo sie 2023 ihren Abschluss mit guten Noten machte. Seit ihrem siebten Lebensjahr macht sie Musik und ist eine begeisterte Fagottistin. Im Alter von 13 Jahren nahm sie am deutschen Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil und schaffte es bis in die Endrunde. Ihre musikalische Grundausbildung erhielt sie am Magnificat-Institut, wo sie in Vicenza, Italien, ihre Bachelorprüfung im Fach Fagott ablegte. Seit Oktober 2024 studiert sie Germanistik an der Universität Freiburg und Musik für den Sekundarunterricht an der örtlichen Musikhochschule. Wir haben den Studienbeginn mit einem Stipendium finanziert. Anschließend übernahm die Dr. Dr. Gerda von Mach-Stiftung, mit der wir eng zusammenarbeiten, die Finanzierung ihres Studiums.