Im Rahmen unserer  Förderprojekte sind wir der besonderen Situation von Einwanderungsfamilien aus Äthiopien nach Israel schon mehrfach begegnet. Naor, Elisabeth, Avishag, Eden und Aschalaw, alle aktuelle oder ehemalige Stipendiaten und Stipendiatinnen unserer Stiftung,  haben ihre Wurzeln in Äthiopien. Ihre Eltern sind aus Äthiopien nach Israel eingewandert. Seit den späten 1970er Jahren begannen äthiopische Juden nach Israel einzuwandern. Die Einwanderung verstärkte sich in den 1990er Jahren und hält bis heute an. Die äthiopische Gemeinschaft in Israel gehört zu den ärmsten Bevölkerungsschichten im Land und die Integration in die Gesellschaft stellt noch immer eine große Herausforderung dar.

Ein guter Schulabschluss ist die Basisvoraussetzung, um ein Studium in einem gefragten Fachgebiet aufzunehmen und somit den Sprung in besser bezahlte Berufsbereiche zu schaffen. Die Jerusalemer Stadtverwaltung erarbeitete deshalb ein Programm unter dem Namen “Infinity”, um den äthiopischen Schülern und deren Familien eine Grundlage zum Erfolg zu schaffen. Das Programm begleitete begabte Jugendliche durch die Mittelstufe ausgesuchter Gymnasien. Das Ziel der Jerusalem Foundation https://jerusalemfoundation.org und der Jerusalemer Stadtverwaltung war es, den Schülern in der Mittelschule Stipendien, Nachhilfeunterricht, Förderprogramme und individuell angepasste persönliche Hilfe anzubieten, die sie auf das in der Oberstufe nötige Leistungsniveau erbringen und optimal auf das Berufsleben vorbereitete.

In Zusammenarbeit mit der Jerusalem Foundation haben wir eine Förderklasse  mit ca. 15 bis 202 Schülern und Schülerinnen bis zum angestrebten erfolgreichen Abitur über insgesamt 5 Jahre mit jährlich € 20.000 unterstützt. Nunmehr, zum Ende des Schuljahres 2025/2026 haben 12 der geförderten Schüler und Schülerinnen das angestrebte Ziel, das “Bagrut”, der dem Abitur entsprechende Schulabschluss ins Israel mit guten bis sehr guten Noten erreicht. Den Schülern gilt unsere Gratulation, der Jerusalem Foundation, den Projektleitern der Jerusalemer Stadtverwaltung und den freiwilligen Mentoren der Hebräöischen Universität unser großer Dank.